Wacholderbeerentee

Wacholderbeerentee – Anwendung und Grenzen der Teezubereitung

Wacholderbeerentee wird aus getrockneten, leicht gequetschten Beeren von Juniperus communis hergestellt. Er gehört zu den traditionsreichen pflanzlichen Hausmitteln bei Verdauungsbeschwerden und wird in der Volksmedizin seit Jahrhunderten genutzt.

Zubereitung

Für einen Aufguss werden in der Regel 1–2 Teelöffel getrockneter, zerdrückter Wacholderbeeren mit etwa 150 ml heißem (nicht kochendem) Wasser übergossen. Nach einer Ziehzeit von 10–15 Minuten wird der Tee durch ein Sieb abgegossen. Traditionell empfohlen werden ein bis drei Tassen täglich, nicht länger als vier Wochen am Stück.

Inhaltsstoffe im Tee

Durch den Aufguss gehen wasserlösliche Anteile der Wacholderbeeren ins Teewasser über: Flavonoide, Gerbstoffe, Zucker und ein Teil der flüchtigen Terpenverbindungen. Der Gehalt an ätherischem Öl im Tee ist jedoch deutlich geringer und weniger standardisiert als in einem pharmazeutisch gefertigten Arzneimittel. Dies schränkt die Vergleichbarkeit der Wirkung mit standardisierten Arzneimittelzubereitungen ein.

Unterschied zum Arzneimittel

Ein wesentlicher Unterschied zwischen einem Haustee und einem zugelassenen Phytopharmakon wie Roleca® Wacholder 100 mg liegt in der Standardisierung: Arzneimittel unterliegen strengen Qualitätskontrollen, die eine gleichbleibende Menge des Wirkstoffs pro Dosis sicherstellen. Beim selbst zubereiteten Tee schwanken Konzentration und Zusammensetzung je nach Beerenqualität, Mahlfeinheit, Ziehzeit und Wassertemperatur erheblich.

Anwendungshinweise und Kontraindikationen

Wacholdertee sollte nicht bei Nierenerkrankungen, in der Schwangerschaft oder bei Kindern unter 12 Jahren angewendet werden. Bei anhaltenden oder unklaren Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung empfehlenswert. Wacholdertee ist kein Ersatz für ein zugelassenes Arzneimittel.

Mehr über das pflanzliche Arzneimittel Roleca® Wacholder 100 mg erfahren Sie auf der Produktseite.

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