Dyspepsie
Dyspepsie – Oberbauchbeschwerden verstehen und behandeln
Dyspepsie ist der medizinische Oberbegriff für ein Beschwerdebild, das durch Symptome wie Schmerzen oder Unwohlsein im Oberbauch, Völlegefühl, Blähungen, Aufstoßen, Übelkeit und frühe Sättigung charakterisiert ist. Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen ab: „dys“ (schlecht) und „peptein“ (verdauen). In Deutschland leiden schätzungsweise 15–20 % der Bevölkerung an dyspeptischen Beschwerden.
Formen der Dyspepsie
Medizinisch wird zwischen zwei Hauptformen unterschieden:
- Organische Dyspepsie: Beschwerden mit einer nachweisbaren Ursache, z. B. Magengeschwür, Gastritis, Refluxkrankheit oder Magenausgangsstenose
- Funktionelle Dyspepsie: Beschwerden ohne organischen Befund; hier spielen Motilitätsstörungen, viszerale Überempfindlichkeit und psychosoziale Faktoren eine Rolle. Sie ist mit einem Anteil von etwa 70 % die häufigere Form.
Typische Symptome
Das Beschwerdebild der Dyspepsie kann sehr variieren. Häufige Symptome sind:
- Dumpfer oder brennender Schmerz im Oberbauch (Oberbauchbeschwerden)
- Postprandiales Völlegefühl (anhaltend nach dem Essen)
- Frühe Sättigung trotz geringer Nahrungsaufnahme
- Übelkeit und gelegentliches Erbrechen
- Aufstoßen und Blähungen
- Sodbrennen und saures Aufstoßen
Diagnostik
Die Diagnose einer funktionellen Dyspepsie setzt den Ausschluss organischer Erkrankungen voraus. Zu den diagnostischen Maßnahmen gehören Anamnese, körperliche Untersuchung, Laborwerte, ggf. Gastroskopie (Magenspiegelung) und Helicobacter-pylori-Test. Eine Abklärung ist besonders wichtig bei Alarmzeichen wie ungewolltem Gewichtsverlust, Schluckbeschwerden, Blut im Stuhl oder persistierenden Beschwerden.
Behandlungsoptionen
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Beschwerden:
- Allgemeinmaßnahmen: Ernährungsumstellung, Stressreduktion, Verzicht auf Genussmittel
- Pflanzliche Arzneimittel: Bei leichten dyspeptischen Beschwerden sind Phytopharmaka mit krampflösenden und carminativen Eigenschaften eine gut verträgliche Option. Roleca® Wacholder 100 mg ist zugelassen für die Behandlung von dyspeptischen Beschwerden mit leichten Krämpfen, Blähungen und Völlegefühl.
- Medikamentöse Therapie: Protonenpumpenhemmer, Prokinetika, H. pylori-Eradikation je nach Befund
Wann zum Arzt?
Leichte, gelegentliche dyspeptische Beschwerden können oft selbst behandelt werden. Bei anhaltenden, starken oder wiederkehrenden Beschwerden, bei Alarmzeichen (s. o.) oder wenn die Symptome erstmals im höheren Alter auftreten, ist eine ärztliche Untersuchung notwendig.
Mehr über das pflanzliche Arzneimittel Roleca® Wacholder 100 mg erfahren Sie auf der Produktseite.