Appetitlosigkeit
Appetitlosigkeit – wenn das Essen zur Last wird
Appetitlosigkeit (Anorexie im nicht-psychiatrischen Sinne) bezeichnet das verminderte oder fehlende Verlangen nach Nahrung. Sie ist häufig ein Begleitsymptom von Verdauungsbeschwerden und dyspeptischen Beschwerden, kann aber auch auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen.
Mögliche Ursachen
Appetitlosigkeit kann sowohl harmlose als auch ernste Ursachen haben:
- Funktionelle Verdauungsstörungen (Dyspepsie, Reizdarmsyndrom)
- Infektionskrankheiten und Fieber
- Medikamentennebenwirkungen
- Psychische Erkrankungen (Depression, Angststörungen)
- Hormonstörungen
- Chronische Erkrankungen (Niereninsuffizienz, Lebererkrankungen, Krebs)
- Schwangerschaft (besonders im ersten Trimester)
Bitterstoffpflanzen und Appetitanregung
In der Phytotherapie werden Bitterstoffe (Amarum) zur Appetitanregung eingesetzt. Bitterstoffe – z. B. aus Enzian, Wermut oder Tausendgüldenkraut – regen über Bitterrezeptoren auf der Zunge und im Magen die Produktion von Verdauungssäften an und steigern den Appetit. Auch Wacholder enthält bitterstofffähnliche Harze, die traditionell appetitanregend wirken sollen.
Wann ist ärztliche Abklärung notwendig?
Kurzfristige Appetitlosigkeit bei akuten Erkrankungen ist normal. Bei anhaltender (mehr als 2 Wochen) oder mit Gewichtsverlust, Erschöpfung oder anderen Symptomen verbundener Appetitlosigkeit ist eine ärztliche Untersuchung notwendig, da ernste Grunderkrankungen ausgeschlossen werden müssen.
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