Wacholderöl Anwendung innerlich
Wacholderöl Anwendung innerlich
Wacholderöl – genauer gesagt Wacholderbeeröl aus den reifen Beeren des Gemeinen Wacholders (Juniperus communis) – kann innerlich angewendet werden, um Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl und leichte Darmkrämpfe zu lindern. Dabei ist die Form der Anwendung entscheidend: Für die innerliche Einnahme sollte ausschließlich ein zugelassenes Arzneimittel verwendet werden.
Unterschied: Arzneimittel vs. ätherisches Öl
Handelsübliche ätherische Öle, die als Aromatherapie oder zur äußerlichen Anwendung gedacht sind, sind für die innerliche Einnahme oft nicht geeignet und können in falschen Dosierungen toxisch wirken. Nur speziell aufbereitetes, in einer Apotheke erhältliches Wacholderbeeröl-Arzneimittel ist für den innerlichen Gebrauch zugelassen und sicher dosiert.
Zugelassenes Wacholderbeeröl-Arzneimittel in Deutschland
In Deutschland ist Roleca® Wacholder 100 mg das einzige zugelassene Arzneimittel mit Wacholderbeeröl zur innerlichen Anwendung. Es enthält pro Kapsel 100 mg Wacholderbeeröl, was ca. 10 g reifen Wacholderbeeren entspricht. Die Zulassung erfolgte gemäß HMPC der EMA als traditionellees Arzneimittel.
Dosierung und Anwendung
Die Dosierung entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage.
- Rezeptfrei ausschließlich in der Apotheke erhältlich
- Für Erwachsene bestimmt
Die Kapsel sollte mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden. Für spezifische Einnahmehinweise, Kontraindikationen und Wechselwirkungen ist die Packungsbeilage maßgeblich.
Wirkungsweise bei innerlicher Anwendung
Nach der Einnahme entfaltet Wacholderbeeröl seine Wirkungen im Magen-Darm-Trakt:
- Antispasmodisch: Entspannung der glatten Darmmuskulatur, Linderung von Krämpfen.
- Carminativ: Förderung des Gasabgangs, Minderung von Blähungen.
- Digestiv: Anregung der Verdauungssaftsekretion, Unterstützung der Magenentleerung.
Sicherheit der innerlichen Anwendung
Wacholderbeeröl innerlich: Geschichte und Tradition
Die innerliche Verwendung von Wacholderzubereitungen bei Verdauungsbeschwerden ist seit Jahrhunderten belegt. In der europäischen Klostermedizin des Mittelalters gehörte Wacholder zu den Grundbestandteilen von Verdauungstinkturen und Kräuterlikören. Die moderne Pharmakologie hat die Wirkungsgrundlagen dieser Tradition aufgeklärt: Die Monoterpene des Wacholderbeeröls – α-Pinen, Sabinen und weitere – sind verantwortlich für die antispasmodische, carminative und digestive Wirkung.
Unterschied: Wacholderbeeröl als Arzneimittel vs. Wacholderbeerkraut-Tee
Wacholderbeerenkraut-Tee enthält zwar ebenfalls ätherische Öle, aber in deutlich geringerer und weniger kontrollierbarer Konzentration. Wacholderbeeröl als Arzneimittelwirkstoff in Roleca® Wacholder 100 mg hat einen standardisierten Wirkstoffgehalt von 100 mg pro Kapsel – das gewährleistet eine verlässliche, reproduzierbare Wirkung. Zudem ist die verkapste Form geschmacksneutral und einfach einzunehmen.
Wichtige Hinweise zur innerlichen Anwendung
Für die innerliche Anwendung von Wacholderbeeröl gilt:
- Ausschließlich zugelassene Arzneimittelformen verwenden (keine ätherischen Öle aus dem Drogeriemarkt)
- Dosierungsvorgaben der Packungsbeilage beachten.
- Bei Nierenerkrankungen ist Rücksprache mit dem Arzt empfohlen (Wacholderbeeröl wird renal ausgeschieden)
- Nicht für Kinder unter 12 Jahren ohne ärztliche Empfehlung
- Bei Schwangerschaft und Stillzeit: Arzt oder Apotheke befragen
Fazit
Die innerliche Anwendung von Wacholderbeeröl als Arzneimittel ist bei dyspeptischen Beschwerden wirksam, sicher und behördlich zugelassen. Roleca® Wacholder 100 mg bietet die optimale Darreichungsform: standardisiert, sicher dosiert, gut verträglich und rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.
Mehr über das pflanzliche Arzneimittel Roleca® Wacholder 100 mg erfahren Sie auf der Produktseite.