Heilpflanzen
Heilpflanzen bei Verdauungsbeschwerden – ein Überblick
Heilpflanzen haben in der Behandlung von Verdauungsbeschwerden eine jahrtausendealte Tradition. Viele dieser Pflanzen sind heute als Phytopharmaka zugelassen und wissenschaftlich gut untersucht. Abhängig von der Art der Beschwerden – ob Blähungen, Völlegefühl, Krämpfe oder Appetitlosigkeit – kommen unterschiedliche Pflanzen zum Einsatz.
Wichtige Heilpflanzen und ihre Wirkprinzipien
Wacholder (Juniperus communis)
Wacholder ist antispasmodisch, carminativ und verdauungsfördernd. Das aus handverlesenen, reifen Wacholderbeeren aus Natursammlung gewonnene ätherische Öl ist Wirkstoff in Roleca® Wacholder 100 mg, dem einzigen zugelassenen Wacholderbeeröl-Arzneimittel in Deutschland. Es ist traditionell angewendet bei dyspeptischen Beschwerden mit leichten Krämpfen, Blähungen und Völlegefühl.
Pfefferminze (Mentha × piperita)
Pfefferminzöl ist antispasmodisch und carminativ; Menthol ist der Hauptwirkstoff. Es gehört zu den wissenschaftlich gut untersuchten Phytopharmaka bei funktionellen Verdauungsstörungen.
Kamille (Matricaria chamomilla)
Kamille wirkt antientzündlich, antispasmodisch und beruhigend auf den Magen. Anwendung bei Gastritis, Magenreizung und nervösem Magen.
Artischocke (Cynara scolymus)
Artischockenextrakt fördert die Gallensaftproduktion (chologog) und verbessert die Fettverdauung. Anwendung bei Völlegefühl und Oberbauchbeschwerden nach fettreichen Mahlzeiten.
Kümmel (Carum carvi) und Fenchel (Foeniculum vulgare)
Beide Pflanzen sind klassische Carminativa mit antispasmodischen Eigenschaften. Sie werden häufig kombiniert und sind traditionell bei Blähungen und Blähkoliken eingesetzt.
Ingwer (Zingiber officinale)
Ingwer wird traditionell bei Übelkeit und zur Unterstützung der Verdauung angewendet.
Mariendistel (Silybum marianum)
Silymarin aus Mariendistelfrüchten wird bei leichten Leber-Gallen-Beschwerden eingesetzt.
Auswahl des geeigneten Phytopharmazeutikons
Die Wahl des geeigneten pflanzlichen Mittels richtet sich nach dem Beschwerdebild:
- Krämpfe + Blähungen + Völlegefühl: Wacholderbeeröl, Pfefferminzöl, Kümmelöl
- Völlegefühl + Fettverdauung: Artischockenextrakt, Löwenzahnwurzel
- Übelkeit: Ingwer, Pfefferminze
- Magenreizung, Entzündung: Kamille, Süßholzwurzel
- Appetitlosigkeit: Bitterstoffpflanzen (Enzian, Tausendgüldenkraut)
Qualität und Zulassung
Für eine verlässliche Anwendung sollten zugelassene pflanzliche Arzneimittel mit standardisierten Wirkstoffgehalten verwendet werden. Diese unterscheiden sich von Nahrungsergänzungsmitteln durch behördlich geprüfte Qualität, Sicherheit und Indikation.
Mehr über das pflanzliche Arzneimittel Roleca® Wacholder 100 mg erfahren Sie auf der Produktseite.