Sabinen
Sabinen – bicyclisches Monoterpen im Wacholderbeeröl
Sabinen (Sabinen) ist ein bicyclisches Monoterpen mit der Summenformel C₁₀H₁₆. Im Wacholderbeeröl aus Juniperus communis kann Sabinen bis zu 20 % ausmachen. Sein Anteil variiert je nach geografischer Herkunft der Beeren erheblich und gilt als sortentypisches Merkmal.
Vorkommen und Eigenschaften
Sabinen kommt in zahlreichen ätherischen Ölen vor, unter anderem in Schwarzem Pfeffer, Karotten und Majoran. Es ist eine farblose, wenig wasserlösliche Flüssigkeit mit einem frischen, würzigen Geruch. In der Natur dient es Pflanzen als Teil ihrer Abwehrstrategie gegen Fraßfeinde.
Pharmakologische Eigenschaften
Für Sabinen sind antimikrobielle Eigenschaften belegt, insbesondere gegen grampositive Bakterien. In Kombination mit anderen Terpenverbindungen des Wacholderbeeröls – wie α-Pinen und Terpinen-4-ol – trägt Sabinen zum Gesamtwirkprofil des Öls bei. Eine eigenständige pharmakologische Bewertung als Einzelsubstanz existiert nicht im Rahmen der arzneimittelrechtlichen Zulassung.
Bedeutung für die Qualitätskontrolle
Der Sabinengehalt ist ein charakterisierendes Merkmal zur Unterscheidung von Wacholderbeeröl verschiedener Herkünfte und dient der Authentizitätsprüfung im Rahmen der arzneibuchkonformen Qualitätskontrolle.
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